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Sieg der Vernunft 
18.06.2010 - National- und Ständerat haben heute die Vorlage zur Schaffung einer Bilanzreserve für die Finanzierung von Begleitmassnahmen für den Fall eines WTO-Abkommens oder eines Agrarabkommens mit der EU in der Schlussabstimmung erfreulicherweise gutgeheissen. Dadurch wird ein wichtiges vertrauensbildendes Signal für die Land- und Ernährungswirtschaft gesetzt. Es kann festgestellt werden, dass das Projekt für ein Abkommen mit der EU auf Kurs ist. Eine Sistierung oder gar ein Abbruch der Verhandlungen mit der EU liegt weder im Interesse der Branche noch der Schweiz insgesamt.

Der Bund verhandelt derzeit über ein Abkommen mit der EU im Agrar-, Lebensmittel- und Gesundheitsbereich. Beim Abschluss eines solchen Abkommens will der Bundesrat Begleitmassnahmen ergreifen, um die allfälligen Strukturanpassungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu flankieren. Die IGAS setzt sich für ein gutes Abkommen mit der EU und für sinnvolle Begleitmassnahmen ein. Die Finanzierung der Begleitmassnahmen ist ein Akt vorausschauender Politik.

Das Projekt zur Schaffung einer Bilanzreserve drohte zwischenzeitlich an einer unheiligen Allianz aus Marktabschottern und Agrarkritikern zu scheitern. Sie forderte zwar vollmundig eine staatlich verordnete Qualitätsstrategie und ignorierte dabei die bereits seit längerer Zeit intensiv laufenden Gespräche in der Branche über eine solche Strategie, votierte aber dennoch mit Nein. Zusammen mit dem
BLW führte die IGAS Gespräche für eine Qualitätsstrategie. Nun hat das Parlament diese Bemühungen letztlich honoriert.

Die IGAS freut sich, dass das Projekt eines Agrarabkommens mit der EU insgesamt auf Kurs ist. Ein gutes Gesamtpaket bestehend aus dem Abkommen und den Begleitmassnahmen,eröffnet der Branche Wachstumsmöglichkeiten. Dies ist umso wichtiger, als dass sie heute im Inland laufend Marktanteile verliert. In Anbetracht
der offensiven Interessen der Branche wären eine Sistierung der Vehandlungen oder gar ein Abbruch nicht zu verantworten. Das gilt akzentuiert noch im Falle eines Abschlusses der laufenden WTO-Runde.


Weitere Informationen:

Dr. Jürg Niklaus, Geschäftsführer IGAS
Telefon: 079 263 68 57 oder 044 250 74 04
www.igas-cisa.ch


Zur IGAS:

Die Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz IGAS ist eine breit abgestützte Plattform von Unternehmen und Organisationen, welche die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU im Agrar-, Lebensmittel- und Gesundheitsbereich befürworten. Sie will den politischen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten.


 
 
Aktuell
24.01.2012 – Die internationale preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie befindet sich derzeit auf dem Prüfstand. Einer der Gründe für die Wettbewerbsnachteile der Branche liegt in den höheren Kosten bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln. Eine von hotelleriesuisse in Auftrag gegebene Studie von BAK Basel Economics zeigt auf, dass die Kosten und damit auch die Preise durch eine Marktöffnung im Agrar- und Lebensmittelbereich gegenüber den umliegenden Ländern spürbar gesenkt werden könnten.
13.11.2011 – Die Aussichten für die schweizerische Agrar- und Ernährungswirtschaft bleiben düster. Der starke Franken treibt die Konsumentinnen und Konsumenten trotz den Massnahmen der Nationalbank verstärkt über die Grenzen. Statt über die WTO kommen die nächsten Liberalisierungsschritte über Freihandelsabkommen mit starken Agrarexporteuren.