Der Bund verhandelt derzeit über ein Abkommen mit der EU im Agrar-, Lebensmittel- und Gesundheitsbereich. Beim Abschluss eines solchen Abkommens will der Bundesrat Begleitmassnahmen ergreifen, um die allfälligen Strukturanpassungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu flankieren. Die IGAS setzt sich für ein gutes Abkommen mit der EU und für sinnvolle Begleitmassnahmen ein. Die Finanzierung der Begleitmassnahmen ist ein Akt vorausschauender Politik.
Das Projekt zur Schaffung einer Bilanzreserve drohte zwischenzeitlich an einer unheiligen Allianz aus Marktabschottern und Agrarkritikern zu scheitern. Sie forderte zwar vollmundig eine staatlich verordnete Qualitätsstrategie und ignorierte dabei die bereits seit längerer Zeit intensiv laufenden Gespräche in der Branche über eine solche Strategie, votierte aber dennoch mit Nein. Zusammen mit dem
BLW führte die IGAS Gespräche für eine Qualitätsstrategie. Nun hat das Parlament diese Bemühungen letztlich honoriert.
Die IGAS freut sich, dass das Projekt eines Agrarabkommens mit der EU insgesamt auf Kurs ist. Ein gutes Gesamtpaket bestehend aus dem Abkommen und den Begleitmassnahmen,eröffnet der Branche Wachstumsmöglichkeiten. Dies ist umso wichtiger, als dass sie heute im Inland laufend Marktanteile verliert. In Anbetracht
der offensiven Interessen der Branche wären eine Sistierung der Vehandlungen oder gar ein Abbruch nicht zu verantworten. Das gilt akzentuiert noch im Falle eines Abschlusses der laufenden WTO-Runde.
Weitere Informationen:
Dr. Jürg Niklaus, Geschäftsführer IGAS
Telefon: 079 263 68 57 oder 044 250 74 04
www.igas-cisa.ch
Zur IGAS:
Die Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz IGAS ist eine breit abgestützte Plattform von Unternehmen und Organisationen, welche die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU im Agrar-, Lebensmittel- und Gesundheitsbereich befürworten. Sie will den politischen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten.


