IG Agrarstandort Schweiz
27. Februar 2026

Stellungnahme IG Agrarstandort Schweiz; Frühjahrsession 2026

Ständerat zeigt den Weg der Vernunft

Die IG Agrarstandort Schweiz (IGAS) plädiert für Dialog und eine Agrarpolitik, die die Interessen der Landwirtschaft, des Handels, der Verarbeitung bis hin zu den Konsumenten und der Exportindustrie berücksichtigt.

Stellungnahme zum Bereich Landwirtschaft im EP 27:

  1. Der Beschluss des Ständerats vom 17. und 18. Dezember 2025 stellt einen gangbaren Kompromiss dar. Weitere Einschnitte sind abzulehnen. Grössere Veränderungen müssen im Rahmen der AP 2030 debattiert werden.
  2. Grenzschutzmassnahmen sind Teil eines ausbalancierten Systems. Zölle, grenzüberschreitende Beschaffungs- und Wertschöpfungsketten oder Direktzahlungen sind aufeinander abgestimmt. Die Weiterentwicklung des Systems ist sachbezogen zu diskutieren und nicht via kurzfristige Finanzbeschlüsse. Dafür stehen zu viele Firmen und Arbeitsplätze auf dem Spiel.
  3. Im Rahmen des Entlastungspakets 27 beantragt die Finanzkommission des Nationalrats eine Erhöhung der Agrarzölle im Umfang von 175 Mio. CHF. Gemäss Antrag sollen 25 % bei den Futtermitteln und 75 % bei Nicht-Futtermitteln anfallen.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie in der Schweiz würde dadurch geschwächt. Es ist mit grossen Unsicherheiten zu rechnen. Das wäre verantwortungslos. Auch, weil die Konsumenten den Grossteil der Kosten tragen und die Konsequenzen für die Verarbeitungsindustrie gravierend sein können. Wenn die Verarbeitungsstufen in Mitleidenschaft gezogen werden, ist das für die einheimische Produktion nicht gut.

Der Vorschlag der FK-N ist abzulehnen. Stattdessen ist der Minderheit Stettler, Nicolet, Pahud zu folgen.

Weitere Auskünfte:
Otmar Hofer, Präsident, otmar.hofer@igas-cisa.ch
Christof Dietler, Geschäftsführer, 079 777 78 37